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Common life worlds
Geteilte Lebenswelten
Project status: Running
Faculty: Psychology
Project leader: Univ.Prof.Dr. David Becker; Dr.in Christina Ayazi; Leonard Brixel, M.A.; DR. Markus Brunner; Ass.Prof.in Dr.in Katharina Hametner; Natalie Rodax, MSc.; Ass.Prof.in Dr.in Nora Ruck; Kate Sheese, M.A.; Mag. Markus Wrbouschek
Project runtime: 01.10.2017 - 31.01.2022
Research Focus:
  • Psychology of social and cultural change
Topic:
  • Ressentiment and Change Potential in Europe
Project leader:

Univ.Prof.Dr. David Becker (david.becker@sfu-berlin.de); Dr.in Christina Ayazi (christina.ayazi@sfu-berlin.de); Leonard Brixel, M.A. (leonard.brixel@sfu-berlin.de); DR. Markus Brunner (markus.brunner@sfu.ac.at); Ass.Prof.in Dr.in Katharina Hametner (katharina.hametner@sfu.ac.at); Natalie Rodax, MSc. (natalie.rodax@sfu.ac.at); Ass.Prof.in Dr.in Nora Ruck (nora.ruck@sfu.ac.at); Kate Sheese, M.A. (kate.sheese@sfu-berlin.de); Mag. Markus Wrbouschek (markus.wrbouschek@sfu.ac.at

Project team:

 

Cooperation partners:

Mag. Gudrun Kramer (Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung ÖSFK an der Friedensburg Schlaining); Dr. Wilfried Graf (Herbert C. Kelman Institute for Interactive Conflict Transformation)

Project runtime:

01.10.2017 - 31.01.2022

Grants:

Keine

Description:

English
This international research-based teaching project is a cooperation between the divisions qualitative methods and social psychology at the Sigmund Freud Universities Vienna and Berlin. It explores the daily experiences of living together in Europe, between resentful demarcation and solidarity. In the seminars on qualitative methods students conduct group discussions, interviews, and guided interviews in order to collect data on people’s everyday experiences of living together in different local contexts in Vienna and Berlin (student houses, refugee shelters, women’s housing projects, social housing projects, retirement homes).These data are interpreted by means of qualitative methods of data interpretation. The results of students’ qualitative research are discussed and reflected against the backdrop of state-of-the-art research and theories in social psychology in consecutive seminars on social psychology. Results are further discussed and reflected on by participating students and teachers in the course of workshops at the Austrian Study Centre for Peace and Conflict Resolution at the Peace Castle Schlaining in order to explore peace pedagogical and political implications of the research.
German


Geteilte Lebenswelten ist ein Lehrforschungsprojekt des Fachbereichs Sozialpsychologie der SFU Wien und Berlin, in dem Studierende und Lehrende der Qualitativen Methoden und der Sozialpsychologie europäische Konflikt- und Vergemeinschaftungsprozesse sowie deren lebensweltlichen, handlungspraktische und affektive Dimensionen beforschen.
 

An Zeitdiagnosen über Konflikte, Spaltungen oder Krisen in Europa und den europäischen Nationalstaaten mangelt es nicht. Ulrike Guerot spricht sogar von einem ‚Neuen Bürgerkrieg‘, der die ‚klassischen Trennlinien‘ sozialer Konflikte abgelöst habe. „Geteilte Lebenswelten“ geht davon aus, dass eine Bearbeitung oder Transformation gesellschaftlicher Konflikte nur auf Basis eines fundierten Verständnisses der konflikterzeugenden Prozesse möglich ist. Aus Perspektive kritischer Konflikt- und Friedensforschung muss geklärt werden, wie gesellschaftliche Konfliktlinien von den beteiligten Individuen und sozialen Gruppen alltagspraktisch hergestellt werden. Zugleich macht gerade die Friedensforschung darauf aufmerksam, dass Konfliktdynamiken unmittelbar mit der zweiten Frage verbunden sind, wie Zusammengehörigkeit und gesellschaftliche Solidarität prozesshaft hergestellt werden? Vor dem Hintergrund sozialer Krisen in Europa, der EU und den europäischen Nationalstaaten stellt sich damit auch die Frage nach dem, was europäische Gesellschaften und Gemeinschaften zusammenhält, mit neuer Vehemenz. „Geteilte Lebenswelten“ leistet einen Beitrag zur Erforschung und Veränderung aktueller europäischer Konflikte und Krisen, der zwischen Sozialpsychologie und Konflikt- und Friedensforschung vermittelt sowie friedenspädagogische und -politische Implikationen auslotet. In der Konflikt- und Friedensforschung stehen zur Klärung obiger Fragestellungen vor allem makrosoziale Ansätze zur Verfügung, die gesellschaftlichen Konflikten entlang klassischer sozialwissenschaftlicher Kategorien wie Nation, Klasse, Geschlecht oder Ethnizität nachgehen. Aus sozialpsychologischer Perspektive gilt es jedoch, die lokalen lebensweltlichen Kontexte, die alltäglichen Handlungspraxen sowie die affektiven Dimensionen der je konkreten Konstruktionsprozesse von Vergemeinschaftung und Zusammenhalt auf der einen Seite und von Konflikten und Ausschlüssen auf der anderen Seite zu untersuchen.In diesem Lehrforschungsprojekt der BSc. Lehrveranstaltungen Qualitative Methoden und Sozialpsychologie an der SFU Wien und Berlin erheben Studierende unter enger Supervision durch Lehrende Gruppendiskussionen, Interviews und Leitfadeninterviews zu konkreten Alltagserfahrungen sozialer Konflikte und Zugehörigkeit in unterschiedlichen lokalen Kontexten (Studierendenheime, Flüchtlingsunterkünfte, Frauenwohnprojekte, soziale Wohnbauten, SeniorInnenheime; WiSe 2017/18). Diese Daten werden anhand dokumentarischer Methode und Tiefenhermeneutik qualitativ ausgewertet (SoSe 2018) und mittels sozialpsychologischer Studien und Theorien in einen größeren gesellschaftlichen Kontext gestellt (WiSe 2018/19 & SoSe2019). Die Auswertungsergebnisse werden von Studierenden und Lehrenden der SFU Wien und Berlin im Rahmen eines zweitätigen Workshops im Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung an der Friedensburg Schlaining diskutiert. In einem Workshop mit den KooperationspartnerInnen aus der Konflikt- und Friedensforschung werden schließlich friedenspädagogische und -politische Implikationen der Forschungsergebnisse erarbeitet (Juli 2018).